Motivation bringt Dich in der Ausbildung und im Job weiter | © Yuri_Arcurs / iStockphoto.com
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Mehr Motivation – so steigerst Du Deine Leistungsbereitschaft

Wer im Beruf viel erreichen möchte, braucht eine dauerhafte und gute Motivation. Diese aufzubringen und aufrechtzuerhalten, ist manchmal ganz schön kräftezehrend. Wie Du Deine Leistungsbereitschaft verbessern kannst, was dafür im Job unverzichtbar ist und wie Du Dich immer wieder selbst motivierst, erfährst Du hier …

Motivation: Gibt es Unterschiede?

Um zu verstehen, was Motivation wirklich ist, ist erst einmal die Definition entscheidend. Vereinfacht gesagt besteht sie aus zwei Komponenten: dem mentalen (durch Ziele, Gedanken und Sorgen bestimmt) und dem körperlichen Baustein (durch Hunger, Durst, Schlaf oder z. B. Bewegungsdrang ausgelöst). Um leistungsbereit zu sein, müssen beide Faktoren zusammenspielen.

Zusätzlich gibt es zwei Quellen der Motivation. Motivation von innen, also aus Dir heraus, nennt sich intrinsische Motivation, die äußere ist die extrinsische Motivation. Erstere beinhaltet all das, was Du gern tust und Dir leicht fällt, Hobbys sind ein typisches Leitbild. Bei der extrinsischen Motivation spornen Dich z. B. Status, Ansehen und Geld an.
Gerade im Job ist es wichtig, dass Du ihn gern erledigst – das gilt für Berufseinsteiger genauso wie für gelernte Augenoptiker. Wenn Du Dich für einen Beruf entscheidest, der Dir nur ein gutes Gehalt einbringt, wirst Du mit der Zeit an Leistungsbereitschaft verlieren. Genauso ist es andersherum. Tust Du etwas mit Leidenschaft, bekommst aber keine Anerkennung dafür, gibst Du irgendwann ebenfalls auf. Versuche also etwas zu finden, das Dir Freude bereitet und auch Ansehen oder ein ordentliches Gehalt verschafft. Das spornt an und macht glücklicher.

Wichtige Details für mehr Motivation im Job

Um auch nach vielen Jahren im Beruf immer noch glücklich zu sein, ist Zufriedenheit essenziell. Fühlst Du Dich bei der Arbeit wohl, halten die Kollegen zusammen, erfährst Du Wertschätzung und ist Dein Stresslevel nicht zu hoch, bleibst Du motiviert, was auch Deinem Arbeitgeber mehr nützt. Daher sollten Chefs ihren Mitarbeitern immer Anreize bieten und auf sie eingehen. Erlebe Deinen Arbeitsalltag also einmal ganz bewusst und schaue, was Dir auffällt. Die nachfolgenden Bereiche sind wichtig, um die Leistungsbereitschaft bei der Arbeit zu steigern. Läuft es im Allgemeinen schlecht, versuche mit Kollegen oder Deinem Chef zu reden und rege mit konstruktiver Kritik dazu an, einige Punkte zu verbessern, damit die Kollegen und Du motivierter bei der Sache sind.

Arbeitsbedingungen

Die sind oft schon an kleine Details geknüpft. Funktionieren die Arbeitsmittel, sind alle notwendigen Utensilien vorhanden, kannst Du Dich weiterbilden und ist der Arbeitsablauf klar? Nur, wenn möglichst viel geklärt ist und sich nur selten Verzögerungen oder zum Beispiel Informationsstaus ergeben, sind alle zufrieden und geben ihr Bestes.

Anerkennung

Lob und positive Worte bringen mehr als Tadel. Wirst Du vom Chef oder den Kollegen gelobt, nimm das dankend an. Du wirst merken: Nichts beflügelt so sehr wie Anerkennung und Wertschätzung.

Betriebsklima

Verstehst Du Dich gut mit Deinen Kollegen, ist euer Verhältnis professionell und mit manchen vielleicht sogar freundschaftlich? Gut so, denn ein gutes Betriebsklima ist entscheidend für Deine Motivation. Schließlich verbringst Du die meiste Zeit des Tages mit diesen Menschen. Unternehmt also regelmäßig etwas miteinander oder verbringt die Pause zusammen. Teambuilding-Maßnahmen oder kleine Abteilungs-Meetings bringen mehr, als Du vielleicht denken magst.

Als Kollegen solltet ihr einander stets tolerieren, ehrlich sein und respektvoll miteinander umgehen. Schon ein Streit oder sogar Mobbing einem einzelnen Kollegen gegenüber bringen das Gleichgewicht der Gruppe auseinander. Versuche also jederzeit fair, aber auch selbstsicher zu sein, und denke an die Goldene Regel: Was Du nicht willst, dass man Dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.

Flexibilität

Sie ist wichtig, damit Du mehr Raum für Kreativität hast und Dich besser entfalten kannst. Manchmal hilft es schon, wenn ein Unternehmen Gleitzeit anbietet oder wenn Du Dich bei Entscheidungen, die Deine Ausbildung betreffen, einbringen kannst.

Abwechslung und Herausforderung

Jeden Tag dasselbe tun? Das wird irgendwann langweilig. Um motivierter zu sein, solltest Du Dir Abwechslung im Berufsalltag schaffen, denn Monotonie ist ein großer Unzufriedenheitsfaktor im Job. Frage Deinen Chef oder Abteilungsleiter, ob Du anderen Kollegen zur Seite stehen kannst, mal beim Einkauf der Waren behilflich sein oder auch, ob Du eine Zusatzaufgabe übernehmen darfst. Du wirst sehen, Herausforderungen können ein guter Ansporn sein. Zudem lernst Du mehr und erfährst viel über die unterschiedlichen Facetten des Jobs als Augenoptiker.

Vergütung

Natürlich spielt auch das Gehalt eine Rolle. Während der Zeit der Ausbildung ist dies noch gering, wirst Du aber übernommen, kannst Du Dir mit der Zeit eine Gehaltserhöhung erarbeiten. Denn auch durch den Faktor Geld steigern sich die Motivation und Produktivität erheblich.

Förderung

Bist Du besonders ambitioniert, hast Du die Chance auf einen Aufstieg in der Firma. Vom Gesellen über den Meister kannst Du zum Abteilungs- und sogar zum Filialleiter werden. Wer weiß, vielleicht gründest Du ja auch mal Dein eigenes Geschäft. Frage also immer nach Weiterbildungsmöglichkeiten und halte Augen und Ohren auf, wenn irgendwo Förderungen anstehen. So lernst Du viel dazu, Dein Lebenslauf wird aufpoliert und Du hast später größere Jobchancen.

Leistungsbereitschaft durch Selbstmotivation – so funktioniert’s

Damit Du durchgehend motiviert bist, gehört eines immer dazu: Das, was Du tust, sollte eine Bedeutung für Dich haben. Erkenne also den Sinn in Deinen Aufgaben und strebe nach dem Ziel dahinter. Denn schon das Wissen, wofür Du etwas tust, fördert Deine Motivation erheblich. Und auch wenn Du hinter manchen banalen Aufgaben erst mal nur wenig Sinn siehst, langfristig bringen sie Dich vielleicht weiter. Sträube Dich daher nicht dagegen, Botengänge zu machen oder Kopien anzufertigen – erledige die Dinge gut und Dein Ansehen bei Deinen Kollegen und dem Chef wird sich steigern. Und damit Deine Motivationskraft nicht schwindet, solltest Du versuchen, Deine positiven Gefühle bezüglich Deiner Arbeit zu verstärken. Wie Du das hinbekommst? Habe mehr Spaß an Deinem Job! Wie das geht?

Hier sind einige Tipps für den Motivationsschub:

  • Setze Dir realistische und messbare Ziele.
  • Stelle Dir die getane Arbeit und Deine Zufriedenheit darüber vor, wenn Du in einem Tief steckst.
  • Übe Dich in Geduld. Schnellzündungen bewirken oft das Gegenteil.
  • Arbeite an Deiner positiven Einstellung und schiebe negative Gedanken fort.
  • Werde Dir über demotivierende Dinge und Punkte klar und bespreche diese mit Deinem Chef. Vielleicht findet ihr zusammen einen Weg, um sie aus dem Weg zu räumen …
  • Schreibe eine Liste mit allem, was Dich motiviert.
  • Wenn Du positive Gefühle mit Deinen Zielen und Aufgaben in Verbindung bringst, erlangst Du dadurch eine langfristige Motivation.
  • Belohnungen sind wichtig, also gönn’ Dir auch bei Teilerfolgen ruhig mal etwas.
  • Setze Dir Deadlines. Ein bisschen Zeitdruck durch terminliche Fristen spornt an.
  • Lerne Dich genau kennen und bringe in Erfahrung, wann Du mal einige Überstunden machen kannst und wann es mehr bringt, eine Pause einzulegen.