Optiker Meister werdenMeister machen nach Ausbildung | © lassedesignen / fotolia.com
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Meister werden: Nach der Ausbildung groß rauskommen

Du möchtest Meister deines Fachs werden? Hier erfährst du, welche Voraussetzungen du für die Meisterschule erfüllen musst, wie hoch die Kosten sind und wie lange es dauert Meister zu werden.

Meister werden ist nicht schwer …

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Gesellenprüfung! Jetzt stehen dir verschiedene Möglichkeiten offen, wie es nach der Ausbildung für dich weiter geht. Du kannst entweder als angestellter Augenoptiker in einem Betrieb arbeiten oder du beginnst die Aufstiegsfortbildung zum Meister, zum staatlich geprüften Augenoptiker oder zum Bachelor oder Master der Augenoptik. Die Voraussetzung eine Meisterschule zu besuchen, ist die bestandene Gesellenprüfung. In der Meisterschule belegst du so genannte Prüfungsvorbereitungskurse. Darin erlernst du alles Notwendige, um die Meisterprüfung an der Handwerkskammer erfolgreich abzulegen und damit den Meisterbrief zu erhalten. Neben Meisterschulen kannst du das Augenoptiker-Wissen für die Meisterprüfung auch an Fachhochschulen erlernen.

Kosten: Ist es teuer, Meister zu werden?

Du solltest dir darüber im Klaren sein, dass Meister werden keine billige Angelegenheit ist. Zum Einen musst du an den Meisterschulen eine Teilnahmegebühr für die Kurse zahlen: Die Kosten für die Meisterschule können sich auf bis zu 10.000 Euro belaufen. Hinzu kommen die einmaligen Gebühren für die Meisterprüfung an der Handwerkskammer, die sich auf über 1.000 Euro belaufen können. Hast du so viel Geld nicht angespart, besteht die Möglichkeit das so genannte „Meister-BAföG“ zu beantragen. Eine Alternative zu staatlichen Fachschulen sind Meisterschulen oder Fachhochschulen.

Wie lange dauert es, Meister zu werden?

Wie lange die Dauer der Aufstiegsfortbildung zum Meister beträgt, richtet sich danach, ob du die Meisterschule bzw. die Fortbildungseinrichtung in Voll-, Teilzeit oder im Blockunterricht besuchst. Drückst du jeden Tag die Schulbank ohne nebenher zu arbeiten, kann die Prüfungsvorbereitung weniger als ein Jahr dauern. Belegst du die Meisterkurse nur „nebenher“, also in Teilzeit, dauert es bis zu zwei Jahren, bis du die Meisterprüfung an der Handwerkskammer ablegen kannst.

Welche Meisterschulen und Fortbildungseinrichtungen gibt es?

Meisterschulen, Fortbildungseinrichtungen der Augenoptik und Fach- und Fachhochschulen mit dem Studiengang Optometrie gibt es vielen Bundesländern. Eine Übersicht über die verschiedenen Fortbildungszentren, deren Angebote und Besonderheiten findest du im PDF „Meisterschulen und Fortbildungseinrichtungen in der Augenoptik“.

Meisterschulen und Fortbildungseinrichtungen in der Augenoptik

Meister: Gehalt ist höher als von Gesellen

Mit einem Meisterbrief in der Tasche verdienst du mehr, als Gesellen. Der Zentralverband der Augenoptiker empfiehlt ein Meister-Gehalt zwischen 2.365 und 2.440 Euro brutto. Zum Vergleich: Für einen Augenoptiker-Gesellen empfiehlt der Zentralverband der Augenoptiker ersten Berufsjahr ein Gehalt zwischen 1.745 und 1.800 Euro brutto.

Nur mit dem Meister kannst du Lehrlinge ausbilden

Der Aufwand kann sich lohnen, da Du nur mit einem Meister bist du dazu berechtigt, Lehrlinge auszubilden. Möchtest du lediglich einen eigenen Laden eröffnen, also dein eigener Chef sein, kannst du auch die Fortbildung zum staatlich geprüften Augenoptiker absolvieren. Die Qualifikation „Staatlich geprüfter Augenoptiker“ zu erlangen, dauert zwei Jahre.

Wir wünschen dir viel Erfolg für deine Zeit nach der Ausbildung!