Nasenpads professionell bearbeitenNasenpads – ein kleines Detail mit großer Wirkung. | © Veni vidi...shoot / istockphoto.com
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„Huch, das Nasenpad ist weg!“ – Wenn kleine Teile plötzlich eine große Rolle spielen.

Unsere Ausbilder plaudern aus dem Nähkästchen – oder dem Etui:

Ein Moment aus dem Alltag

Du nimmst die Brille aus dem Etui, setzt sie auf und prüfst den Sitz. Sofort fällt es Dir auf: Ein Nasenpad fehlt. Der Kunde runzelt die Stirn. „Jetzt weiß ich auch, warum sie in letzter Zeit nicht mehr richtig saß“, meint er. Genau solche Situationen gehören zum Alltag in der Augenoptik. Ein fehlendes Nasenpad wirkt auf den ersten Blick wie eine Kleinigkeit – hat aber spürbare Folgen für Sitz und Tragekomfort.

Warum ein Nasenpad so wichtig ist

Nasenpads sorgen dafür, dass eine Brille stabil sitzt, nicht rutscht und sich angenehm tragen lässt. Fehlt eines oder sitzt es nicht richtig, kippt die Brille, drückt oder hinterlässt Abdrücke. Für den Kunden fühlt sich das schnell unangenehm an, auch wenn er den Grund nicht sofort benennen kann. Für Dich ist klar: Ein fehlendes oder schlecht sitzendes Pad muss fachgerecht ersetzt werden.

Lieber beide Pads tauschen

Auch wenn nur ein Nasenpad fehlt, ist es sinnvoll, beide Pads auszutauschen. So stellst Du sicher, dass sie wirklich zueinander passen – in Form, Größe und Material. Außerdem kann sich das noch vorhandene Pad durch den täglichen Gebrauch verfärbt haben, etwa durch Hautkontakt oder Make-up. Zwei neue, identische Pads sorgen für ein gleichmäßiges Tragegefühl und ein sauberes Erscheinungsbild.

Material bewusst auswählen

Nasenpad ist nicht gleich Nasenpad. Es gibt unterschiedliche Formen, Größen und Materialien, die sich im Tragegefühl deutlich unterscheiden. Silikonpads sind weit verbreitet, da sie weich sind und guten Halt bieten. Bei einer Silikonallergie können sie jedoch Hautrötungen oder Juckreiz verursachen. In solchen Fällen sind Alternativen sinnvoll, etwa Nasenpads aus Titan oder Glas. Auch Silikonpads mit kleinen Luftpolstern können den Druck besser verteilen und den Tragekomfort erhöhen. Welche Variante geeignet ist, hängt immer vom Kunden und seiner Haut ab.

Pads sauber einsetzen

Beim Einsetzen der Nasenpads ist Ruhe gefragt. Das Pad sollte gerade sitzen und sauber anliegen. Die Padschraube wird festgezogen, aber nicht überdreht – sonst leidet das Gewinde, und das nächste Problem ist vorprogrammiert. Sitzt die Schraube zu locker, verabschiedet sich das Pad früher oder später wieder. Genau hier zeigt sich Fingerspitzengefühl: fest genug, aber ohne Kraft.

Ein Tipp, der beim Kunden gut ankommt

Nasenpads werden im Alltag stark beansprucht. Schweiß, Hautfett, Kosmetik und Reibung hinterlassen mit der Zeit Spuren – oft unbemerkt. Ein gelegentlicher Austausch verbessert den Tragekomfort und sorgt für ein angenehmes Gefühl. Ein kurzer Hinweis im Gespräch reicht oft schon aus. Ein Satz wie „Kommen Sie gern regelmäßig vorbei, dann prüfen wir Ihre Pads und tauschen sie bei Bedarf aus“ zeigt Servicegedanken und hilft, kleine Probleme frühzeitig zu erkennen.

Fazit: Kleine Teile, große Wirkung

Nasenpads sind winzig – aber sie machen einen großen Unterschied. Achte darauf, beide Pads passend auszuwählen, das Material bewusst zu wählen und sauber zu arbeiten. Denn gerade bei diesen unscheinbaren Details zeigt sich, wie sorgfältig Du arbeitest. Und genau das macht gute Augenoptik aus.

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