Die Augenoptik von A bis Z – Ermittlung und Aussagekraft von DioptrienDie Augenoptik von A bis Z – Ermittlung und Aussagekraft von Dioptrien | © Martinns / iStockphoto.com
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Die Augenoptik von A bis Z – Ermittlung und Aussagekraft von Dioptrien

Im Rahmen unserer be optician-Nachwuchskampagne informieren wir Dich seit vielen Jahren über die spannende Ausbildung in der Augenoptik. So hast Du bereits einiges über den Ablauf der drei Lehrjahre, die Prüfungen oder die ÜLu erfahren. Ab sofort möchten wir Dich allerdings mit noch mehr kleinen Details „füttern“, damit Du Dir ein besseres Bild von der Ausbildung und vom Gesundheitshandwerk an sich machen kannst! Freue Dich auf die nächsten Monate, wenn es heißt: Die Augenoptik von A bis Z! Wenn Dich ein Thema besonders interessiert, schreibe uns gerne eine E-Mail mit Deinem Wunsch an: 

Der Buchstabe D – Ermittlung und Aussagekraft von Dioptrien

So geläufig einem die augenoptische Bezeichnung „Dioptrie“ ist, so wenig weiß man eigentlich über ihre genaue Bedeutung. Was Dioptrien eigentlich sind und wie sie die Herstellung von Sehhilfen beeinflussen, erklären wir Dir heute!

Was sind Dioptrien und wieso sind sie für die Augenoptik so wichtig?

Das Wort Dioptrie setzt sich zusammen aus den griechischen Worten dia, das zu Deutsch „hindurch“ bedeutet, und opsis, welches mit „das Sehen“ übersetzt werden kann. Eingeführt wurde der Begriff aber nicht von den Griechen, sondern von dem französischen Augenarzt Ferdinand Monoyer, der vor circa 150 Jahren die Dioptrie als Kennzahl der Fehlsichtigkeit festgelegt hatte. Man könnte von einem wortwörtlichen Durchbruch in der Augenoptik sprechen: Wenn das Brillenglas – oder auch die Kontaktlinse – das einfallende Licht bricht, wird die Stärke der Ablenkung in der Maßeinheit Dioptrie (dpt) angegeben. Diese ist nötig, damit der Fehlsichtige wieder scharf sehen kann. Positive Werte weisen auf eine Weitsichtigkeit und negative auf eine Kurzsichtigkeit hin. Achtung, jetzt wird es mathematisch: Eine Dioptrie ist der Kehrwert einer in Metern angegebenen Strecke, die von einer Person noch ohne Sehhilfe scharf wahrgenommen werden kann: 1 dpt = 1/1 m. Beispielsweise ergibt sich für eine kurzsichtige Person, die noch 0,5 m scharf sehen kann, folgende Rechnung: 1/0,5 m = – 2 dpt. Für Weitsichtige gestaltet sich die Rechnung etwas schwieriger. Eines gilt aber immer: Je höher der Dioptrienwert, desto stärker die Fehlsichtigkeit. 

Wie hängen Dioptrienwerte und die Brillenglasherstellung zusammen?

Um genaue Dioptrienwerte ermitteln zu können, verwenden Augenoptiker spezielle Messgeräte, welche die ergänzenden Tests mit Sehtafeln präzisieren. Bei einer Weitsichtigkeit benötigt der Brillenträger ein Korrekturglas mit positiven Dioptrienwerten, d. h. das Glas ist in der Mitte am dicksten. Wurde eine Kurzsichtigkeit festgestellt, ist das Glas – in dem Fall mit negativen Dioptrienwerten – in der Mitte am dünnsten. Wusstest Du, dass eine Kurzsichtigkeit von -25 Dioptrien und eine Weitsichtigkeit von +13 Dioptrien möglich ist? Beim ersten Beispiel kannst Du gegenrechnen, wie weit eine Person noch scharf sehen kann: -25 dpt = 1/m. Das wären bei -25 Dioptrien lediglich 0,04 m. 

Du möchtest mehr über die Ausbildung in der Augenoptik erfahren? https://www.be-optician.de/ausbildung